Das Leben könnte so
einfach sein, aber manche Graben scheinen wir nicht überwinden zu können...wir
schenken Vertrauen jedem Tier, dem wir helfen können, doch selber ist man
verkümmert und traut niemandem, oder es geht um Macht. Wir brauchen uns nicht
wundern, das die Welt ist, wie sie ist, solange wir alle nicht begreifen, das
wir alle Brüder und Schwestern sind:-)
Warum wählen wir die Illusion als Lebenshilfe ?
Ist es die Furcht vor dem verloren sein in einem scheinbar sich
unfassbar ausdehnenden Nichts, das weder mit metaphysischen Konstrukten
noch mit mathematisch zu berechnenden Algorithmen die Tiefen des Alls zu
begreifen weiß ? Ein uns ängstigendes von Quasaren und Sternenhaufen
leuchtendes Firmament, das von Asteroiden, Staubpartikeln, Galaxien,
Molekülen, Atomen, Elementarteilchen, Monden und Planeten Körper
durchzogen im selbstverständlichem Gleichklang der Melodie, die wir
Unendlichkeit nennen, Heimat unserer Rasse bildet, nach darwinistischen
Prinzipien von Auslese Mechanismen und Gradualismus, in dem sich die
Menschheit in seiner begrenzten Lebensspanne ohne die Erfindung der
Zeitrechnung und seinem von Leitbildern der Generationen vererbten
unablässigem Drang der Gene, ein nützliches Tagewerk vollbringen zu
wollen verloren sähe.
Effektivität ist das Credo unserer
Gesellschaft, homogen und angepasst. Maßstäbe und Standards werden in
allen Bereichen des Lebens als unabdingbar verstanden, die nicht zu
hinterfragen sind, erkennen wir doch trotz blindem Auge ein
Selbstverständnis im Traum dieser Illusion. Ob als Din Normen, in
Gewichtseinheiten und Unzen, selbst in biblischen Phrasen, die alt
hergeholten Moralvorstellungen genügen wollen, um uns zu unterrichten
und zu weisen, was maßvoll und sittsam ist und selbst dort sind wir der
Erkenntnis nicht müde das Mass als eine der vier platonischen
Kardinaltugenden eines rachsüchtigen Gottes zu leben, wie uns Heilige
und Propheten, Mullas und Päpste aller monotheistischen Weltreligionen
ihre Definition von Sinn und Sühne predigen.
Wir gehen zur
Schule, erlernen einen Beruf, heiraten und kriegen Kinder werden alt und
sterben und dennoch, all dieser Kraftakte und Lernprozesse, die solch
ein genügsames Leben fordert, nehmen wir nichts mit, wenn wir jene
Schwelle überschreiten, die wir weder kennen noch je darüber zu
berichten in der Lage sein werden. Ein stetig sich wiederholender Zyklus
der Generationen, ein Kommen und Gehen, Werden und Vergehen. Wir reifen
heran, wie junge Blätter an einem Baum, bilden Knospen und junge
Triebe, leuchten und glänzen in satten Farben, wenn die Früchte reif
geworden sind und fallen in aller Farbenpracht sterbend zu Boden um
Platz und Nahrung für neues Leben zu schaffen.
Wir verlieben
uns, lernen was wahre Liebe ist und entlieben uns wieder, nützen wenn
wir geschickt sind die glücklichen Momente, in denen wir uns wohl,
begehrenswert, verstanden und daheim fühlen und brechen wieder auf
unseres Weges, wenn der Traum verblasst ist, um ein neues Glück zu
suchen, ein Suchen und Finden, ein Ankommen und Gehen. Wir fürchten
uns vor Tod und Krankheit und stilisieren diese Angst zum Tabuthema,
weil wir ohnmächtig und gefangen die Illusion als lebenswert betrachten.
Wir klammern uns an Materie, raffen und sammeln, häufen Dinge an, die
wir eigentlich nicht brauchen, um unsere Leere damit zu füllen, wir
schmücken unsere Illusion, obwohl alles nur geliehen ist.
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